Selbstverteidigung und Fitness Training von Bruce Lee
Das J. P. Jeet Kune Do (JKD)
Jeet Kune Do wurde 1963 von Bruce Lee zur Selbstverteidigung auf der Straße entwickelt. Dabei handelt es sich um keinen Kampfstil, sondern um eine Kampfkunst. Es setzt sich aus Elementen des Wing Chun, des manuBoxen und Fechtens zusammen. Im Jeet Kune Do gibt es keine festen Formen, Rituale oder akrobatische Bewegungen. Es setzt auf Einfachheit, Realismus, Direktheit, Spontanität und Flexibilität. Besonders die Individualität des Einzelnen wird dabei gefördert.
Wie kannst du das Jeet Kune Do (JKD) erlernen?
Zunächst lernt der Schüler die Philosophie und Grundtechniken im Jeet Kunde Do kennen. Auf dieses Wissen baut das weitere Training auf. Wichtig für das richtige Lernen im Jeet Kunde Do sind "die 3. Phasen des Lernens".
- Lerne bewusst - eine Technik
- Wende sie an - in der Praxis
- Verschmelze - mit der Technik
Diese 3 Phasen beinhalten das Training von verschiedenen Techniken in mehreren Distanzen:
Denn nur in einem realistischen Kampf kann und wird es nie nur eine Distanz geben, da ein Kampf immer dynamisch (in Bewegung) ist . So lernt der Schüler nach und nach seine eigene Reichweite einzuschätzen und kann seinen eigenen individuellen JKD-Stil dabei entwickeln.
Mir selbst wurde einst dazu gesagt: "Mein Jeet Kune Do, ist nicht dein Jeet Kune Do." Denn jeder Jeet Kune Do Praktizierende entwickelt früher oder später seine eigene Kampfkunst, wenn er sich an folgende 4 Grundprinzipien von Bruce Lee hält:
- Erforsche deine eigenen Erfahrungen!
- Nimm das Nützlich in dir auf!
- Verwerfe das Nutzlose!
- Füge das dir eigene hinzu!
Wodurch unterscheiden sich die 4. Distanzen?
- Tritt-, bzw. Fußdistanz
- Distanz mit größtem Abstand zum Gegner, in dem man ihn aber selbst erreicht
- Distanz mit guten Block- und Kontermöglichkeiten
- Faust-, bzw. Handdistanz
- Fuß- und Tritttechniken begrenzt einsetzbar
- Block- und Kontertechniken für unerfahrene "Kämpfer" erschwert möglich
- Nahkampfdistanz
- Block- und Kontertechniken überwiegend Erfolglos (in dieser Distanz ist der Gegner meist blockiert)
- hauptsächlich Einsatz von Schlagtechniken
- Bodenkampf
- Einsatz von Hebel- und Würgetechniken
gebräuchliche Schreibweisen: Wing Tsun (W.T.), Ving Tsun (V.T.), Wing Tzun, Wing Chung, Wing Shun, Wing Tsung, Ving Chung, Wyng Tjun, Ving Chun
- Wing Chun basiert auf 12 Grundbewegungen.
- Es besteht aus geradlinigen, direkten Bewegungen.
- Es wurde zur Selbstverteidigung und zum Ausgleich körperlicher Nachteile entwickelt.
- Es erreicht eine hohe Effektivität, wobei die eigene Sicherheit im Vordergrund steht.
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